Donnerstag, 9. November 2017

Was tun gegen Targeted Advertising?

Liebe TwoPointZeros

Erst gestern haben wir über Targeted Advertising berichtet. Da dies nicht bei allen Internetusern Begeisterung auslöst, möchten wir euch auf einige Möglichkeiten hinweisen, wie ihr gegen diese Methode vorgehen könnt:

Facebook
Wie im letzten Blogeintrag erwähnt setzt das Unternehmen eine eigens entwickelte Social Media Targeting Technologie ein. Immerhin ermöglichen sie es dem Nutzer, diese zu deaktivieren. Unter Einstellungen - Werbeanzeigen - Einstellungen für Werbeanzeigen müssen die drei Punkte mit "Nein", "Nein" und "Niemand" beantwortet werden. Ein Haken hat die Sache dann doch: Werbung wird weiterhin angezeigt, jedoch weniger persönlich-relevante Anzeigen.

Google
Auch hier kann in den Einstellungen die personalisierte Werbung deaktivert werden. Einerseits für Google Anzeigen, andererseit für die mehr als zwei Millionen Websites und Apps von Google-Partnern. Eine entsprechende Anleitung findet ihr hier.

Adblocker
Dies ist ein Plugin für den Browser, welches die Werbung herausfiltert und abschaltet. Als zuverlässige Lösung wird hier AdBlock Plus genannt. 


Hier die Links für Interessierte:

AdBlock Plus für Firefox, Chrome und Opera
Mobilgeräte: AdBlock Plus für Android und Safari 


Aber aufgepasst: Erste Unternehmungen mit werbefinanzierten Webseiten haben nun Gegenmassnahmen eingeleitet. Wer einen Adblocker verwendet, kann beispielsweise bild.de nicht besuchen, der Adblocker muss kurzfristig deaktiviert oder ein Abo gelöst werden.

Zudem können die Unternehmen Adblocker Betreiber bezahlen, dass diese deren Werbung nicht blockieren, so genanntes Whitelisting.

Experten sagen für die Zukunft ein echtes Wettrüsten zwischen den Werbebetreibern und den den Adblockern. Wir werden sehen, wer die Nase am Ende vorne hat.

Bis bald,



Eure TwoPointZeros

Mittwoch, 8. November 2017

Targeted Advertising - manchmal praktisch, manchmal mühsam

Liebe TwoPointZeros

Wie alle kennen diese Situation: Heute suchen wir online einen Flug nach Lissabon und kurz darauf erscheinen auf anderen Websites Werbungen für Flüge, nach Lissabon oder alternative Ausflugsziele. Oder man sucht nach den neuen Nike Sneakers und auf Facebook erscheint beim nächsten Besuch die Zalando-Werbung mit dem neuesten Nike-Sortiment. 


Mann nennt diesen Vorgang Targeted Advertising und unterscheidet zwischen den folgenden Formen:

Content-Targeting: 
Eine sehr einfache Form des Targeted-Advertising. Die Werbungen werden in einem gewählten Umfeld plaziert. z.B. eine Autowerbung neben einem Artikel über Autos.

Semantisches Targeting: 
Hier werden ebenfalls Werbungen in einem passenden Umfeld platziert. Innert Sekundenbruchteilen werden die Bedeutung und die Hauptthemen einer Webseite analysiert, die Adserver können anschliessend der Analyse entsprechend ein Werbemittel einer passenden Online-Kampagne ausgeben.

Behavioral-Targeting: 
Eine Weiterentwicklung der bereits erwähnten Formen. Technische Daten werden weiterhin ausgelesen, jedoch auch die besuchten Seiten etc. berücksichtigt. Dadurch entstehen Hinweise auf das Verhalten oder das Interessengebiet eines Nutzers. Zudem kann durch die IP-Adresse eine geographische Einordnung gemacht werden. Das entstandene Profil wächst laufend und wird angepasst. Eine Werbekampagne mit noch tieferen Streuverlusten ist möglich.

Retargeting: 
Anbieter versuchen mit dieser Methode, verloren gegangene Kunden im Internet zu finden. Die betrachteten Produkte können dem Kunden mit den gleichen Methoden wie beim Behavioral-Targeting über Wochen hinweg vermittelt werden. So soll der Kunde dann doch noch zum Kauf überzeugt werden.

Social-Media-Targeting: 
Diese Methode kombiniert sämtliche Formen des Targeting und kann daher noch gezielter eingesetzt werden. Hier kann die Zielgruppen-Identifikation noch genauer vorgenommen werden. Facebook nutzt beispielsweise eine eigens entwickelte Social Media Targeting Technologie.

Diese Formen werden in Zukunft sicherlich noch stark weiterentwickelt. Wir können also von den Produktanbietern viel präziser erreicht werden. Das ist grundsätzlich sehr praktisch und kann Zeit einsparen.

Das folgende Video zeigt eine Frau, welche diese Entwicklung aber gar nicht lustig findet:



Sollte es euch auch so gehen, könnt ihr schon bald in unserem Blog lesen, wie ihr das Targeted Advertising einschränken oder verhindern könnt. 


Bis bald,


Eure TwoPointZeros


Mittwoch, 1. November 2017

CR7 oder NIKE?

Hallo Liebe TwoPointZeros

CR7 oder NIKE? Welches Recht steht uns zu, dass wir diese Frage überhaupt in den Raum werfen dürfen? Seit Mark Zuckerberg in Silicon Valley sein Imperium von Facebook aufgebaut und so die Werbemöglichkeiten für Marken revolutioniert hatte, avancierten Berühmtheiten wie Cristiano Ronaldo (NIKE), David Beckham (Adidas) oder Rihanna (Puma) zu unverzichtbaren Assets - sogenannten Influencers. Diese Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen wie eben beispielsweise Sport, Mode, Lifestyle oder Musik, können mit ihren Social Media Posts Millionen von Menschen erreichen. Doch warum ist diese Reichweite so interessant für Marken?


Das Zeitalter von Social Media


Ein kleiner Exkurs auf den verschiedensten Portalen zeigt, dass Facebook knapp 2 Milliarden, Instagram 800 Millionen und Twitter 330 Millionen monatlich aktive Nutzer zählt. Diese unglaubliche Community hat die globalen Werbeflächen für Marken natürlich weit geöffnet. Mithilfe von Social-Media-Kanälen können so Märkte öfter aber auch zielgerichteter bearbeitet und bis anhin undankbare potenzielle Konsumenten erreicht werden. In unserem e
rsten Teil IFJ Startimpuls - 10 praktische Digital-Marketing-Tipps für Startups haben wir gezeigt, dass wenn es um Reichweite und die richtigen Zielgruppen geht, gehören die Cristiano Ronaldo's, David Beckham's und Rihanna's dieser Welt in jeden Social-Media-Marketing-Baukasten. Die Nähe am Markt und somit auch die Beziehung zum Kunden sind für Brands wie NIKE, Adidas oder Puma essenziell. Für die Bearbeitung eines vom Konsumenten geleiteten dynamischen Marktes, wie es der Sportartikelmarkt ist, müssen auch unternehmensintern Strukturen angepasst und Social Media-/ Social Media Influencer-Marketing darin verankert werden.

Warum Social Media Influencer-Marketing und nicht einfach Social Media Marketing? 


Es liegt auf der Hand, dass Social Media-Marketing und Social Media Influencer-Marketing fast das gleiche ist. Doch das kleine aber feine Wort "Influencer" ist in den Unternehmen zwar angekommen, lässt sich aber keines Wegs nebenbei erledigen wie der Bericht von v&w zeigt. Recherchen belegen, dass potenzielle Kunden für eine Person, die sie respektieren und der sie vertrauen, wesentlich empfänglicher sind als für Anzeigen oder andere Botschaften von Unternehmen.
Daraus können wir schliessen, dass Marken Millionen von Dollars in Star-Influencers investiert, um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit bei den Konsumenten zu gewinnen? Mhmmm... da muss noch mehr dahinter stecken!

CR7 oder NIKE?


Konsumenten sind also für Cristiano Ronaldo empfänglicher als für Nike. Wir fragen Euch: "Stimmt das?" Untenstehend findet ihr zwei Werbevideos, die den neuen Mercurial Superfly V ins Zentrum stellen - hier von Cristiano Ronaldo...  


... und hier von Nike!


Was denkt ihr? Spricht Euch das Video von Fussballstar, Model oder einfach Starikone Cristiano Ronaldo mehr an als dasjenige der führenden Sport- und Fashionmarke NIKE?

Reichweite und die richtigen Zielgruppen erreichen!


Reichweite und die richtigen Zielgruppen erreichen sind die wohl wichtigsten Faktoren beim Influencer-Marketing. Auf den sozialen Medien ist ein Nike Follower nicht automatisch ein CR7 Follower. Wenn sie sich überlegen, weshalb sie nun Cristiano Ronaldo, David Beckham oder Rihanna auf Facebook folgen, dann hat dies in gewissem Masse mit Identifikation zu tun. Ihr Hintergrund als Sportler, Model, Sängerin oder was sie tun, wie sie sich kleiden oder mit welchem Superstar sie die nächste Platte aufnehme

n, weckt in Euch ein Interesse. Wir gehen also davon aus, dass die Persönlichkeiten oder deren Leben Euch neugierig macht und Followers ähnliche Interessen aufweisen. Für eine Marke öffnet dies die Türen der eingangs erwähnten Werbemöglichkeiten um ein grosses Stück. Märkte können sowohl zielgerichteter bearbeitet aber auch weit mehr potenzielle Konsumenten erreicht werden.

Marke vs. Influencer


Wir starten nun einen Vergleich, indem wir die Facebook Follower-Zahl von Marken denjenigen der Influencers gegenüberstellen.
  • Cristiano Ronald hat mit 129 Millionen mehr als viermal so viele Facebook Followers wie NIKE, die "nur" 29 Millionen zählen.
  • Den Kürzeren ziehen auch die 31 Millionen von Adidas gegenüber den 54 Millionen Facebook Followers von David Beckham.
  • Ebenso extrem wie das Beispiel von Nike präsentieren sich die Unterschiede zwischen Puma und Rihanna. Hier liegt der Superstar mit 81 Millionen klar vor den 18 Millionen Facebook Followers der Marke.
Unter dem Strich ist die Community der Influencer eine extrem wichtige Zielgruppe für Marken. Mithilfe der von den Superstars geteilten Beiträge auf den Sozialen Medien können Märkte nicht nur zielgerichteter bearbeitet sondern eben auch ein weitaus grössere Publikum erreicht werden. Für die in diesem Beitrag erwähnten Weltkonzerne wie NIKE, Adidas oder Puma ist Social Media Influencer-Marketing das wichtigste Tool in Bezug auf die Beziehung zum Kunden. Stehen die finanziellen Mittel zur Verfügung, ist es für jede Unternehmung empfehlenswert, Influencer einzusetzen - International, National oder Regional.

Wir hoffen Euch mit diesem Beitrag auf das Thema Influencer-Marketing sensibilisiert zu haben.

Bis bald,

Eure TwoPointZeros

Montag, 23. Oktober 2017

Big Data als Machtinstrument

Liebe TwoPointZeros

Wir alle geben unglaublich viele Informationen über uns preis, sei dies bei der Anmeldung auf Internet-Portalen, beim Bezahlen der Einkäufe mit der Karte, beim Aktivieren der GPS-Ortung des Smartphones oder beim Klick auf den "Like"-Knopf auf Facebook. Uns ist allen klar, dass solche Daten gespeichert werden.

Das folgende Video erklärt den Begriff "Big Data" sowie dessen Möglichkeiten:



Die Erfassung, Analyse und Verarbeitung dieser enormen Datenmengen ist heute alltäglich. Dies kann zur Verbesserung von Geschäftsprozessen, zur Entwicklung von neuen Technologien und Informationstechniken oder zur Effizienzsteigerung der Marketing-Instrumente führen.

Diese Entwicklung steht jedoch unweigerlich in Konflikt mit geschützten Persönlichkeitsrechten der Einzelnen. Wir alle geben unsere persönlichen Daten einfach so her, machen uns aber meist zu wenig Gedanken über die Konsequenzen. Heute möchten wir Sie zum Denken anregen und einige Gefahren und Erkenntnisse mit euch teilen.


Michal Kosinskis Wahlhilfe für Trump


Kosinski, ein Psychologe, ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, welche Menschen aufgrund ihrer Facebook-Aktivitäten minutiös analysieren kann. Bereits im Jahre 2012 konnte er nachweisen, dass er aufgrund von 68 Facebook Likes vorhersagen kann
  • Hautfarbe (95% Treffsicherheit)
  • Allfällige Homosexualität (88%)
  • Demokrat oder Republikaner (85%)
  • usw. 
Dieses Modell konnte er sogar noch weiterentwickeln. Schliesslich konnte er 
  • eine Person anhand von 10 Facebook-Likes besser einschätzen als ein normaler Arbeitskollege.
  • eine Person anhand von 70 Facebook-Likes besser einschätzen als ein Freund.
  • eine Person anhand von 150 Facebook-Likes besser einschätzen als die Eltern.
  • das Verhalten anhand von 300 Facebook-Likes besser vorhersagen als deren Partner.
Schlussendlich konnte mit dieser Methode der Wahlkampf von Trump mittels personalsierter Werbung, personalisierten Fragebögen für die Wahlkampfhelfer und anderen Mitteln erfolgreich unterstützt werden. Den ganzen Artikel finden sie hier.

Der Fall "Edward Snowden"


Edward Snowden war Mitarbeiter der NSA. Ihm gelang es, Beweise und Informationen über ein weltweites Spionagesystem zu enthüllen. Dieses sollte jede Form elektronischer Kommunikation überwachen. Die Massnahmen führen soweit, dass nebst den Daten beispielsweise auch Kameras von Privatpersonen angesteuert, Telefonate von Regierungschefs abgehört und sämtliche Daten von Privatpersonen verknüpft und analysiert werden konnten. Diese Daten wurden bei weitem nicht immer auf legalem Weg beschafft und führte zum NSA-Skandal. Unsere Kommilitoninnen haben euch hierzu den entsprechenden Film empfohlen.


Dies sind aus unserer Sicht Beispiele, welche schon beängstigend sein können. Big Data ist grundsätzlich eine Möglichkeit, von welchen viele Leute profitieren können, sie birgt aber auch eine grosse Missbrauchsgefahr. Der Experte Andreas Dewes sagt, dass gerade deshalb die Aufklärung der Menschen sowie politische Regulierungen besonders wichtig sind.

Hoffentlich haben wir auch Sie damit für diese Thematik sensibilisiert.

Bis bald,

Eure TwoPointZeros

Dienstag, 17. Oktober 2017

Künstliche Intelligenz als faszinierende Gefahr?

Liebe TwoPointZeros

Suchmaschinen, welche aus unserem Suchverlauf lernen und verbesserte Resultate liefern. Computergesteuerte Mitspieler, die lernen, intelligent zu handeln. Autos, welche selber fahren und das Unfallrisiko verringern sollen. Roboter, welche aus vergangenen Schachspielen lernen und den Weltmeister besiegen können. All dies sind Anwendungen schwacher künstlicher Intelligenz.



Künstliche Intelligenz bezeichnet den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden. Ein Computer soll so gebaut oder programmiert werden, dass er selbständig Probleme bearbeiten kann. Der Ausdruck wird jedoch oft verwendet, um eine nachgeahmte Intelligenz, welche durch meist einfache Algorithmen ein intelligentes Verhalten simuliert, zu bezeichnen.

Zukunfsaussichten


Eine US-Studie hat sich den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz verschrieben, hier einige Resultate, die von den Forschern präsentiert wurden:

  • Verkehr: Dies wird der erste Bereich sein, welcher auf künstliche Intelligenz vertrauen werden muss. Beispiel: selbstfahrende Autos. In naher Zukunft werden die Algorithmen dieser Fahrzeuge die Umgebung besser erfassen als Menschen.
  • Haushalt: Heute sind staubsaugende Roboter im Einsatz. Verbesserte Computerchips, günstigere Sensoren und neue Methoden bei der Spracherkennung werden dazu führen, dass in Zukunft Roboter Pakete ausliefern, Büros reinigen und für Sicherheit sorgen.
  • Gesundheitswesen: Algorithmen sollen Beschreibungen von Symptomen mit bekannten Krankheiten abgleichen und Diagnosen stellen können.
  • Öffentliche Sicherheit: Noch bessere Kameras und Drohnen können die Überwachung verbessern, Algorithmen einen Finanzbetrug aufdecken und die Wahrscheinlichkeit für Straftaten bestimmen können.

In vielen Lebensbereichen vereinfacht die künstliche Intelligenz unser Leben. Doch birgt diese Entwicklung auch Gefahren?

Bob und Alice


Facebook entwickelte zwei Chatbots, Bob und Alice. Diese sollten das Verhandeln lernen. Die Dialogprogramme haben während dieser Testphase eine eigene Sprache entwickelt, welcher die Entwickler nicht mehr folgen konnten. Die Chatbots mussten notfallmässig vom Netz genommen werden.

Es kann also von einer faszinierenden Technologie gesprochen werden, deren Einfluss und Konsequenzen noch unklar sind und teilweise nicht mehr von den Menschen kontrolliert werden kann. Elon Musk warnt vor unregulierter Forschung, er behauptet sogar, dass der Wettbewerb um die Vorherrschaft in künstlicher Intelligenz der wahrscheinlichste Auslöser des Dritten Weltkriegs sein wird.

Wir dürfen gespannt sein, wo diese Entwicklung noch hinführen wird.

Bis bald,

Eure TwoPointZeros


Montag, 16. Oktober 2017

Digitale Transformation - wir sind die neue Fingergesellschaft!

Hallo Liebe TwoPointZeros

Früher war alles anders - ein Sprichwort, das wir wohl alle von unseren Eltern schon einmal gehört haben. Doch auch bei uns war früher alles anders! Wir können uns noch gut an die Zeiten erinnern, als wir den Samstagnachmittag damit verbrachten, mühselig die auf DRS 3 laufende Hitparade ohne Werbung oder Kommentar des Moderators auf unserer Kassette aufzunehmen. Heute können über Plattformen wie Netflix, Spotify oder YouTube 24/7 die neusten Songs, Serien, Filme oder Podcasts heruntergeladen oder gestreamt werden.

Es ist schon beängstigend zu sehen, welchen Stellenwert das Smartphone, besonders bei der jüngeren Generation, erreicht hat. Die mittlerweile 138,4 x 67.3mm und 148g sind in jeder Hosen- oder Handtasche zu finden und auch nicht mehr wegzudenken. Doch inwieweit beeinflussen diese technologischen Neuerungen unser Verhalten, unseren Tagesablauf aber auch unseren Arbeitsstil ausser dass wir jederzeit Musik hören, Filme schauen oder Onlinespiele spielen können?

Digitale Transformation - was versteht man darunter?


Digitale Transformation bezieht sich auf die Veränderung verschiedener Lebensbereiche durch digitale Technologien. Somit müssen sich gerade die Unternehmen auf neue Verhaltensweisen ihrer Kunden und Verhältnisse, die sich laufend weiter verändern, ausrichten. Weiter empfiehlt es sich, die sogenannte Digitalisierung als fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie zu verankern und innerhalb der Unternehmung zu leben.

Was wird eigentlich genau transformiert?


Sind es nun die Maschinen, Menschen, Prozesse oder das Verhalten, die im Fokus der digitalen Transformation stehen? Schlagen wir unseren vorliegenden Duden auf (Ja! wir nehmen noch den physischen Duden zur Hand!) und suchen nach der Begriffsbestimmung von "digital", stossen wir auf die folgende Definition: "mithilfe des Fingers erfolgend". Daraus und in Verbindung mit dem Wort "Transformation" schliessen wir, dass die Menschheit zu einer Fingergesellschaft wird, in der nur noch alles via Knopfdruck funktionieren wird!? Es sind also die Maschinen!












Oder doch nicht?


Neue Technologien sind sicherlich die Treiber von Entwicklung und Veränderungen, wirken sich aber auch auf das Verhalten des Menschen aus. Beispielsweise kündigte die Schweizer Post vor gut einem Jahr die Schliessung von zahlreichen Poststellen an. Dies weil die Schweizer Bevölkerung seit 2000 65% weniger Briefe und 46% weniger Pakete versendet hat und somit der Digitalisierung zum Opfer gefallen ist. Es kann uns nicht schnell genug gehen. Beispielsweise erwarten wir auf die gesendete Email eine umgehende Antwort oder prüfen nach wenigen Minuten, ob unser Freund die WhatsApp-Nachricht gelesen hat und fragen uns, weshalb er nicht antwortet. Nicht wahr?
Der rasante technologische Fortschritte weckt bei den Konsumenten immer neue Bedürfnisse - so auch der Wunsch nach immer mehr Vernetzung.
Nach Hause kommen, via Smartphone das Licht einschalten, die Musik aufdrehen oder die Heizung regulieren. All dies ist bereits heute möglich. Es ist nicht auszuschliessen, dass wir in Zukunft das frischgekochte Essen auf dem Tisch serviert, die gewaschene Wäsche gebügelt und gefaltet oder das Bad in gewünschter Temperatur vorfinden, wenn wir über die Türschwelle treten.
Zusammenfassend können wir festhalten, dass sich die Einstellung und das Verhalten der Gesellschaft in einem stetigen, auf Technologie basierten, Anpassungsprozess befindet, der noch lange nicht zu Ende ist.

Welche Rolle spielt die digitale Transformation in Unternehmen?


Für Unternehmen ist die digitale Transformation ein ständiger Prozess, der den Kunden und seine Wünsche ins Zentrum stellen muss. Zudem sollen die technischen Möglichkeiten für eine effizientere Arbeitsweise eingesetzt und so Kosten gespart werden. Beispielsweise hatten wir in unserem täglichen Beruf als Produktmanager letzte Woche eine Videokonferenz mit unseren Einkäufern aus Frankreich, Deutschland und Kanada. Die Qualität von Verbindung, Bild, Ton und folglich auch der Diskussion war 1A. Wir müssen uns also nicht mehr an einem vordefinierten Ort treffen und Geld für zahlreiche Flüge ausgeben - es geht alles Online, um das vielfache günstiger und ohne Zeitverlust für Reisen.
Die Unternehmen müssen folglich Lösungen, Produkte, Serviceleistungen, Tools, Software, Infrastruktur, Prozesse, Marketing, Kommunikation und Service den geänderten Verhaltensweisen, Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen.

Im folgenden Video wird sehr schön visualisiert, wie die Geschäftswelt von morgen aussieht - viel Spass!  



Zeigt uns die digitale Transformation künftig die rote Karte?


Der technologische Wandel wirft unweigerlich die Frage auf, welche Rolle die Menschen künftig noch spielen? Wie steht es um unseren Job? Braucht es künftig noch den Sportartikelverkäufer oder die Servierdüse? Womöglich schon, womöglich nicht! Wir sind aber klar der Meinung, dass sich neue Aufgaben herauskristallisieren und auf nicht ganz alle verzichtet werden können.

Wollen sie das morgendliche Lächeln der charmanten Bedienung im Kaffee um die Ecke künftig von einem Stück Blech auf Rollen erhalten? Wir freuen uns auf ihre Meinung!

Bis bald

Eure TwoPointZeros

Montag, 9. Oktober 2017

IFJ Startimpuls - 10 praktische Digital-Marketing-Tipps für Startups, Teil 2

Hallo liebe TwoPointZeros

Wie versrochen folgt hier der zweite Teil der Tipps, die uns Mike Schwede mitgegeben hat, viel Spass!


6. Plattformen 


Die verwendeten Plattformen sollen je nach Ziel ausgewählt werden. Hier einige Beispiele, mit welcher Plattform welches Ziel erreicht werden kann:

Facebook: Reach, Engagement, Targeting
Youtube: Branding

LinkedIn: Business und HR
Influencer: Reach & Credibility


7. Website


Bei der Webseite muss das Ziel "Call to actions" ins Zentrum gestellt werden. Der Kunde soll die Webseite nicht nur besuchen, sondern tätig werden und das Unternehmen kontaktieren oder einkaufen. Hierbei spielen sogar kleine Gestaltungsdetails eine Rolle. Mike Schwede empfiehlt, im Vorfeld jeweils A/B-Tests mit wenigen Konsumenten durchzuführen, um über solche Details festzulegen (Der User entscheidet, nicht der Art Director).


8. Lead Capturing & Nurturing 


Die Homepage soll einfach und übersichtlich gestaltet, der Kunde durch den Inhalt geführt werden. 
Hier finden sie zudem einige praktische Tools für Kernmarketing-Funktionen:

Onsite Chat
Newsletter
Online Demos
Lead Formulare / Landing pages


9. Bewerbung 


Auch bei der Werbung können die oben genannten Plattformen je nach Ziel eingesetzt werden:


Facebook: B2B, B2C, von Branding bis Action 
Youtube: B2C, reines Branding
LinkedIn: B2B, berufsbezogenes Targeting
Twitter: eher B2B (Vor allem im Ausland), von Branding bis Action 

Mike Schwedes Prinzipien: 
1. Agil: Mit kleinem Budgets Botschaften und Platzierungen austesten 
2. Auf Zahlen vertrauen: User schlägt Art Director 
3. Klares Ziel und danach optimieren. Bei Leads: Cost-per-Lead und nicht z.B. Clicks 
4. (User Generated) Content ist immer besser als Werbebanner 
5. Zuerst Conversion, dann Reichweite


10. Gesamtarchitektur 


Die Plattformarchitektur soll anhand von Communities gestaltet werden. Diese sollen an den Zielgruppen ausgerichtet werden, nicht an der eigenen Organisation (z. B.: Nike, Nike Football, Nike Women).

Das Zusammenspielen der gewählten Kanäle ist wichtig. Das folgende Bild veranschaulicht, wie der Inhalt von agil zu statisch (und nicht umgekehrt!) gestaltet werden kann:



Wir hoffen, ihr könnt von diesen Tipps profitieren und freuen uns über Kommentare. 

Bis bald

Eure TwoPointZeros